Ringo

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Das Ringo ist was für stylische Leute, die auf reduzierte Inneneinrichtung stehen und guten Sound. Das Konzept folgt dem nicht weit entfernten Matilda in der Graefestraße.  Loungige Atmosphäre und Barleute, die ihre Platten oder CDs mitbringen. Über allem wacht der hinter der Bar hängende und leicht debil lächelnde Namensgeber Ringo Starr. Obwohl das Ringo bis spät abends geöffnet hat, eignet es sich doch eher für's Frühstück oder einen Nachmittags-Kaffee. Es ist einfach mehr Café als Bar. Wen trifft man hier? Die in ihren Tassen vor sich hin rührende Avantgarde Neuköllns - oder eben die, die sich dafür halten. Zeitungsleser, viele allein hier, die über viel Zeit verfügen. Betont nachlässig angezogene, beste Freundinnen mit und ohne Kind, die das Neueste austauschen. Alle scheinen hier viel Zeit zu haben. Kann man aber auch verstehen. Das Ringo ist wegen seiner leicht kühlen und dennoch heimeligen Unaufdringlichkeit eine Art Zeitkapsel, in der man schnell das Leben draußen vergessen kann. Obwohl es einen durch die großen Schaufenster anschaut. Von einem Geheimtipp kann schon längst keine Rede mehr sein. Das Ringo ist etabliert und fester Bestandteil von Kreuzkölln. Zuviele Ringos würden Neukölln sicher ein leicht künstliches Gesicht geben, doch das Eine ist am rechten Platz. Auch wenn es nicht der Schönste ist, in direkter Nachbarschaft zum stark frequentierten Kottbusser Damm. Macht nichts - gerade dieser Kontrast ist es, der Einen gern hierher kommen lässt um die Zeit vergehen zu lassen. Beim Rühren in der Tasse und guter Musik.
 
Sanderstr. 2
12047 Berlin
 
Montag-Samstag ab 9 Uhr
Sonntag ab 11 Uhr
 
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